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Restaurierung von Bucheinbänden und Papier


Beim Restaurieren liegt die Kunst in der Zurückhaltung.

Es geht um Erhalten und Stabilisieren, nicht um erneuern.

Restaurieren heißt, alles noch Vorhandene zu retten. Wiederherstellen statt ersetzen.

Selbst die Patina gehört zum Original und soll erhalten bleiben.

Auf dem Bild sehen Sie ein Buch in Pergament eingebunden. Es wird gerade aufgeschlagen. Es sind handschriftliche Eintragungen auf dem Spiegel wie auch fliegendem Blatt zu sehen. Beides zusammen nennt man Vorsatz.
Aufgeschlagener Holzdeckelband. Der Spiegel (Vorsatz) hat eine große Fehlstelle im Papier.

 

Restaurierungskonzept

Unter Abhängigkeit vom Kundenwunsch, Schadensbild, Objekttyp und dessen spezifischen Anforderungen

wird ein individuelles Restaurierungskonzept erstellt.

Aufgeschlagene Bibel. Titelblatt sichtbar. 2 greifende Schließen sichtbar.

 

Optionen

Meine Arbeiten bei Einband, Buchblock, planliegenden Objekten oder Verpackungen beziehen sich auf

  • Trockenreinigung
  • Fehlstellenergänzung (Einband wie Papier)
  • Stabilisierung
  • Rissschließung
Es sind 3 verschiedene Objekte aus dem Kulturerhalt sichtbar. Ganz unten liegt eine Holzdeckelbibel in Leder mit erhabenen Bünden. Das zweite Buch ist dieselbe Technik aber deutlich kleiner. Oben auf liegt ein flexibler Pergamentband.

 

Restaurierungsphilosophie 

Soviel wie nötig,

so wenig wie möglich.

Das bedeutet maximal möglicher Erhalt der Originalsubstanz mittels minimaler Eingriffe am Original. Zum Einsatz kommen dabei reversible Klebstoffe und alterungsbeständige Materialien.


Leistungen meiner Restaurierwerkstatt

  • Buchrestaurierung von Papp-, Gewebe-, Leder- u. Pergamenteinbänden
  • Papierrestaurierung
  • konservatorische u. restauratorische Bearbeitung von Archivalien wie Akten, Urkunden
  • Erstellung von Konservierungs- und Restaurierungskonzepten
  • Bearbeitung von Einzelobjekten sowie Sammlungen
  • Schriftliche u. fotografische Dokumentation
  • Ausstellungsaufbau u. -betreuung

Fotos: K. Lässig, Anne Greuther, R. King


" ... Der Restaurator betreibt das denkbar undankbarste Geschäft. Im besten Falle sieht und weiß man nichts von ihm. Hat er aus Eigenem Gutes geleistet, ist er in die zweifelhafte Gesellschaft der Fälscher geraten, wenn er etwas schlecht gemacht hat, in die verachtete der Kunstverderber.  [...]   Das Urteil über die Arbeit der Restauratoren ist noch unzuverlässiger als über Kunstwerke. Und dies will etwas sagen. ..."

Max Friedländer, dt. Kunsthistoriker (1867-1958)